Kreatives Schreiben 1

Ein Beitrag zum Themengebiet Didaktik, Kreatives Schreiben, geschrieben am 10. Oktober 2007 von Oberlehrer Lmpel

Arbeiten mit einem Gedicht von Gerhard Rühm. Vorlesen oder an der unten angegebenen Adresse anhören. “Nachdichten”, ins Weblog schreiben und vortragen lassen! Weiterlesen »

Kreatives Schreiben 2

Ein Beitrag zum Themengebiet Kreatives Schreiben, geschrieben am 10. Oktober 2007 von Reinhard

Mops

Ernst Jandl: ottos mops Weiterlesen »

Kreatives Schreiben 3

Ein Beitrag zum Themengebiet Kreatives Schreiben, geschrieben am 10. Oktober 2007 von Reinhard

Arbeitsauftrag: Wählen Sie eines der Bilder und versetzen Sie sich in eine dieser Personen. Steigen Sie dann ins Weblog ein und verfassen Sie einen Inneren Monolog. Vergessen, wie er aussehen soll? Hier finden Sie die Kriterien dafür! [klick!] Weiterlesen »

Innovativ arbeiten – ein „Weblog“ im Deutschunterricht einsetzen

Ein Beitrag zum Themengebiet Kreatives Schreiben, Neue Medien, geschrieben am 10. Oktober 2007 von Reinhard

Was ist ein „Weblog“?
Manche Promis und Halb-Promis haben schon eines, und noch viel mehr Privatleute nutzen es: ein eigenes Weblog. Millionen schreiben heute über Gott und die Welt, schreiben viel Mist, manchmal aber auch viel Lesenswertes. Dies ermöglicht uns eine clevere Software, ein Weblog also, das eine Art Internettagebuch ist, aber eines, das eben jeder lesen darf – oder soll. Der Begriff Weblog – oder noch kürzer „Blog“ – ist ein Kunstwort und setzt sich aus „Web“ und „Logbuch“ zusammen. Ein Blog, das an sich nichts anderes als ein kleines Redaktionssystem ist, enthält meistens persönliche Mitteilungen wie ein Tagebuch – mit dem Unterschied, dass die Beiträge eben für ein Publikum geschrieben wurden. Nach dem Lesen eines Artikels kann man sofort Stellung nehmen und einen Kommentar über ein unter dem Text befindliches Formularfeld schreiben. Damit werden Weblogs manchmal auch zu einer Art Diskussionsforum. Weiterlesen »

Was ist ein Wiki?

Ein Beitrag zum Themengebiet Neue Medien, geschrieben am 9. Oktober 2007 von Reinhard

Was ist ein Wiki?

Ein “Wiki” ist ein offenes Autorensystem für Websites. Diese bestehen oft aus Hunderten oder Tausenden Einzelseiten, die von vielen TeilnehmerInnen bearbeitet werden können.

Ein WikiWeb kann zur Abwicklung von Projekten, zur Dokumentation und Unterstützung von Produkten, zur gemeinschaftlichen Produktion von Konzepten oder Büchern etc. verwendet werden.

Ein WikiWeb ist also eine Technologie zum Aufbau von Online-Communities, eine Kooperations- und Kommunikationstechnologie, ein System für Wissensmanagement. Die besondere Eigenschaft von Wikis ist, dass die Seiten von allen Benutzern bearbeitet werden können. Dabei hat der Benutzer die Freiheit, vorhandenee Inhalte zu korrigieren, zu ändern oder sogar zu löschen.

Viele Leute wundern sich, dass diese Idee funktionieren kann, aber sie funktioniert tatsächlich! Einerseits sind destruktive Benutzer selten, andererseits kann eine unerwünschte Änderung vom nächsten Benutzer leicht rückgängig gemacht werden.

An dieser Adresse erfahren Sie, wie man eine Wikiseite formatiert: [http://de.gentoo-wiki.com/Artikel_bearbeiten| Das will ich sehen!]

Tolle Beispiele sind: Wikipedia und auch Wikibooks

Weblogs: Schreib-Boom bei Online-Tagebüchern

Ein Beitrag zum Themengebiet Neue Medien, geschrieben am 2. Oktober 2007 von Reinhard

Ein „Weblog“ ist ein Internettagebuch, das öffentlich zugänglich ist. Der Begriff Weblog – oder noch kürzer Blog – ist ein Kunstwort und setzt sich aus „Web“ und „Logbuch“ zusammen. Ein Blog, das an sich nichts anderes als ein kleines Online- Redaktionssystem ist, enthält meistens persönliche Mitteilungen wie ein Tagebuch – mit dem Unterschied, dass die Beiträge eben für ein Publikum geschrieben wurden. Nach dem Lesen eines Artikels kann man sofort Stellung nehmen und einen Kommentar über ein unter dem Text befindliches Formularfeld schreiben. Damit werden Weblog-Texte manchmal auch zu einer Art Diskussionsforum. Viele Weblogs beherrschen auch eine Rechteverwaltung wie ein CMS, damit wir unterschiedliche BetreuerInnenrollen vergeben können. Weiterlesen »

Wiki – die Plattform für Wissensmanagement

Ein Beitrag zum Themengebiet Neue Medien, geschrieben am 2. Oktober 2005 von Reinhard

Wikipedia.de ist die Adresse der deutschen Version der von ehrenamtlichen Autoren verfassten, freien Online-Enzyklopädie Wikipedia. Der Kunstbegriff besteht aus „Encyclopedia“ und „Wiki“, das aus dem Hawaiianischen stammt (”wiki-wiki”) und „schnell, schnell“ bedeutet.

Das gemeinnützige Wikipedia-Projekt ist noch sehr jung, wächst in atemberaubender Geschwindigkeit und ist mehr als vielversprechend. Das Lexikon wurde erst im Januar 2001 gegründet und ist dezidiert eine “freie Enzyklopädie”, weil alle Inhalte unter der “GNU Free Documentation License ” stehen, die jedermann das Recht einräumt, alles unentgeltlich – sogar kommerziell – zu nutzen, zu verändern und zu verbreiten.

Heute beteiligen sich international schonrund 100.000 registrierte AutorInnen und eine unbekannte Anzahl anonymer MitarbeiterInnen am Projekt, über 400 AutorInnen arbeiten ständig an der deutschprachigen Ausgabe.

Chancen und Nachteile
Mehr und mehr entwickelt sich die Wikipedia zu einer Ernst zu nehmenden Konkurrenz für andere online verfügbare Enzyklopädien. Die offene Architektur der Software gestattet es allen Interessierten, selbst Artikel anzulegen und vorhandene Artikel auch zu modifizieren. Daher wächst das Projekt auch gewaltig schnell an. Die der Software zu Grunde liegende Idee des Wissensmanagement („Wissen wird mehr, indem man es mit anderen teilt…“) ist in der Tat revolutionär und eine enorme Chance. Freilich verbinden sich damit aber nicht nur Vorteile. Dadurch, dass es sich - anders als bei der „Encarta“ von Microsoft oder bei der „Encyclopedia Britannica“ - bei der Wikipedia um ein dynamisches, sich ständig veränderndes System handelt, das jeder uns von bearbeiten kann, besteht die Gefahr, dass wir Informationen finden, die ungenau, fehlerhaft bzw. auch falsch sein können. Es ist so: Informationen in der Wikipedia können auch von Vandalen bewusst manipuliert werden - doch dauert es meist nicht lange, bis die Autorengemeinschaft Vandalenakte feststellt und wieder bereinigt hat.

Bei statischen Medien wie den beiden weiter oben genannten Enzyklopädien ist, wenn wir einen Artikel online vorfinden, der Schreib- und Korrekturprozess abgeschlossen, sie bieten also sorgfältig redigierte Informationen an, die nicht von jedermann verändert werden können, und damit eine Sicherheit, die es bei der Wikipedia nicht gibt.

Andererseits bietet uns die frei zugängliche Wikipedia durch ihre Offenheit hohe Aktualität und eine Vielzahl von Themenbereichen, die in keiner anderen Enzyklopädie derart ausführlich bzw. überhaupt behandelt werden können. Die bedeutenden Zugriffszahlen und die offene Architektur regen überdies viele Menschen mit speziellem Fachwissen an, die Wikipedia als Medium zum Publizieren zu benutzen. Ergebnis: wir haben Zugriff auf eine gewaltige Anzahl von Artikeln, die beständig zunimmt und mit der schon heute kein anderes - kommerzielles - Produkt mithalten kann. So weist Microsofts Paradewerk, die Encarta (http://de.encarta.msn.com), am 14.9.2005 in der Online-Version rund 47.000 Artikel auf. Die Wikipedia hingegen besteht derzeit bereits aus 290000 Artikel in deutscher Sprache, die in nur vier Jahren verfasst wurden! Zum Vergleich: Die englischsprachige „Ur-Wikipedia“ hat im Moment schon 770000 Artikeln, anderssprachige Versionen wachsen ebenfalls rasend schnell an. Die aktuellen Werte der wichtigsten Sprachen finden wir hier http://wikipedia.org.

Freilich muss man als Benutzer der Wikipedia mit der Problematik leben, u.U. nicht richtige Informationen zu erhalten - und die gebotenen Dinge unbedingt überprüfen. Ein kritischer Zugang und gegebenenfalls weitere Recherchen über andere Quellen sind daher Grundvoraussetzung, falls wir die Informationen nutzen und anderen weitergeben wollen.

Nutzungsmöglichkeiten im Unterricht
Für den Einsatz im Bildungsbereich bietet uns die Wikipedia mannigfaltige Möglichkeiten. So kann man als LehrerIn die Enzyklopädie wunderbar zur Recherche nutzen und die gefundenen Infos/Materialien bedenkenlos verändern und anderen weitergeben. Das alles erlaubt uns die „GNU Free Documentation License“. Wie in anderen elektronischen Lexika sind auch hier Informationen mittels Hyperlinks untereinander verbunden, und so ist es ein Leichtes rasch zu Querverweisen zu gelangen um sich ein rundes Bild von einem Sachverhalt zu machen.

Natürlich haben wir aber auch jederzeit die Möglichkeit – und das ist das Aufregende an diesem Medium - Fehler zu korrigieren. Stoßen wir zudem auf – rote – Links, die für Querverweise stehen, die noch zu ergänzen sind, und auf Informationen, die nur teilweise vorhanden sind und über die wir als Spezialist/in Genaueres wissen, dann ist es ein Leichtes, über die „Bearbeiten“-Funktion zusätzliche Abschnitte zu ergänzen.

Besonders für den Schulbereich bietet diese Option Zugang zu einer exzellenten Plattform. Wie oft befassen sich Schulprojekte mit regionalen Themen, die nicht nur für einen kleinen Kreis, sondern auch für die Allgemeinheit interessant sind. Dokumentiere ich die Ergebnisse eines solchen Projekts auf Papier und veröffentliche ich sie, erreiche ich damit ein gewisses Publikum. Stelle ich die Ergebnisse auf meine Website, gelangen nach kurzer Zeit über Google schon mehr Interessierte zu den Informationen. Wenn ich allerdings die Wikipedia als Plattform nutze, trage ich dazu bei, die Enzyklopädie zu erweitern, indem ich mein Spezialwissen z.B. über eine Region dort ablege und so im Rahmen dieses großen Werks als Hypertext anbiete. Google findet bald die neuen Einträge in der Wikipedia und verweist darauf - besonders wenn man in Google-Suchzeile den Befehl „define:“ vor den Suchbegriff stellt! Nutzen wir die Wikipedia als Medium, haben andere wiederum dann die Möglichkeit, weitere Puzzlestücke zu ergänzen, unsere Informationen damit weiter auszubauen und so ein immer klareres und wertvolleres Bild über einen Sachverhalt zu schaffen. Als Autor eines Artikels hat man die Option, etwaige Änderungen verfolgen zu können – man wird per Mail verständigt, dass etwas im Artikel modifiziert wurde.

Nicht nur die Inhalte der Wikipedia sind von uns allen beliebig nutzbar, auch die Wiki-Software („Wikimedia“) können wir herunterladen und auf einem eigenen Server installieren . Damit lässt sich z.B. die Wiki-Plattform innerhalb einer Institution für den Austausch von Informationen nutzen, als Medium zum Sammeln und Kategorisieren von Informationen, als Medium zur Kommunikationsverbesserung und auch als Plattform um im Team an Texten gemeinsam zu arbeiten. Natürlich lässt sich die Software auch wie eine – einfache Homepage - zum Veröffentlichen von Informationen nutzen oder auch dafür um KollegInnen die Möglichkeit anzubieten selbst auf einfachste Art und Weise Texte im Internet zu publizieren.

Wikimedia läuft – wie viele Open-Source-Anwendungen - auf einem herkömmlichen LAMP-Server und ist in ein paar Minuten installiert. Um das Veröffentlichen von Texten über diese Software zu erlernen, muss man vielleicht zwei Stunden investieren und benötigt außer allgemeinen PC-Kenntnissen kein spezielles Programmiererwissen. Eine wichtige Grundlage für den durchschlagenden Erfolg der Wikipedia ist eben die simple Bedienung. Natürlich könnte man einfach darauf losschreiben und seine Texte ohne Vorkenntnisse in die Wikipedia stellen – besser aber ist es, ein paar Wiki-Einstellungen zu kennen, denn damit lassen sich dann - wie beim Arbeiten mit Formatvorlagen in Word - wunderbar strukturierte Texte erzeugen, deren anklickbare Struktur die Software selber erzeugt.

Die Wiki-Idee hängt eng mit der ursprünglichen Idee des World Wide Web zusammen, das ja im CERN als Medium zur Vernetzung von Ideen und für den gegenseitigen Austausch von Informationen und Wissen gedacht war. Mit Hilfe eines Wikis ist der Austausch von Informationen und das Sammeln und Strukturieren von Wissen sehr einfach geworden und die motiviert viele zur Mitarbeit an der Enzyklopädie.

Dadurch, dass die Wikimedia-Software frei verfügbar ist, nutzen viele kreative Menschen sie auch für eigene Projektideen. Eine davon ist „Wikibooks.de“, ein noch junges Wiki-Projekt, ein Wikipedia-Ableger sozusagen, wo LehrerInnen aus Österreich und Deutschland ihre Vorbereitung – kurze Arbeitsblätter, aber auch umfassende Skripten - abgelegt haben, die wiederum andere benutzen und weiterentwickeln dürfen/sollen. Diese Pioniere nutzen also die Wikimedia-Software als „elektronische Schultasche“ und verwenden sie als Medium für eine – kostenlose und frei zugängliche - Form des E-Learning.

Publizieren im Internet 2

Ein Beitrag zum Themengebiet Neue Medien, geschrieben am 30. September 2005 von Reinhard

Quellen richtig angeben
Über Fachzeitschriften, Tipps von Freunden und KollegInnen und Suchmaschinen im Internet gelangen wir an eine Menge Informationen, von denen sich manche immer wieder als durchaus wertvoll erweisen. Wollen wir dann fremde Inhalte - ganz oder nur Teile davon – nicht nur privat nutzen, sondern auch auf unseren Internetseiten wiedergeben, ist der korrekte Umgang mit den Quellen unerlässlich.
Zwar war es noch nie so einfach, schnell an derart viele Informationen zu gelangen und diese am Computer daheim oder in der Schule für den eigenen Bedarf weiterverarbeiten zu können. Das Internet war jedoch nie ein rechtsfreier Raum, in dem alles, was wir dort gefunden haben, auch unbedenklich weiterverwendet werden darf. Weiterlesen »

Publizieren im Internet 1

Ein Beitrag zum Themengebiet Neue Medien, geschrieben am 29. September 2005 von Reinhard

In den letzten paar Jahren ist das Veröffentlichen von Informationen im Internet spürbar einfacher geworden und immer mehr Lehrerinnen und Lehrer nutzen das Medium um dort z.B. gelungene Schulprojekte abzubilden.

Während vor der weltweiten Vernetzung Informationen über schulische Belange nur selten eine breite Öffentlichkeit erreichten (etwa über eine Broschüre, einen Jahresbericht oder einen Zeitungsartikel), erlauben uns die technischen Möglichkeiten heute, Informationen im Netz zu platzieren und so ohne besonders großen Aufwand ein wesentlich größeres Publikum anzusprechen.

Dadurch, dass mittlerweile auch sehr viele Haushalte über einen Internetzugang verfügen, sind neue Möglichkeiten der Informationsweitergabe und der Kommunikation entstanden. Schüler, Eltern und Lehrer kommunizieren miteinander immer häufiger per Mail und manche Schulwebsites bilden das schulische Leben aktuell und bunt ab. Was ursprünglich vor allem als interessante neue Chance gesehen wurde, hat – wie wir nun wissen – allerdings nicht nur Vorteile, sondern kann auch einige beträchtliche Probleme hervorrufen.
Ein Grund dafür ist, dass das Internet ein sehr junges Medium ist und noch vieles in rechtlicher Hinsicht im Unklaren liegt. Die österreichische Rechtslage im Internet unterscheidet sich in ihrer Unübersichtlichkeit kaum von der anderer Länder, denn eigentlich befindet sich das Internet-Recht noch überall in einer sehr frühen Phase. Die Entwicklung klarer juristischer Grundlagen hängt im Moment von einzelnen Entscheidungen der Höchstgerichte und gesetzlichen Regelungen in Teilbereichen ab und daher ist die Beurteilung, ob etwas legal ist oder nicht, nicht nur für uns Laien alles andere als einfach. Anmerkung: Ein kürzlich im ORAC-Verlag erschienenes Buch befasst sich mit dieser Sachlage und bringt für Betreiber einer Homepage Licht ins Dunkel [Für weitere Infos siehe Teil 2].

Ein jeder von uns, der bereits erste Erfahrungen mit dem Veröffentlichen von Texten und Bildern im Internet gemacht hat, sollte sich unbedingt vor Augen halten, dass z.B. unüberlegtes Veröffentlichen von geschützten Daten unerwartete Probleme mit sich bringen kann. Nicht alle KollegInnen wollen z.B. ihr eigenes Bild im Netz sehen und nicht alle Eltern sind - verständlicher Weise – mit der Abbildung ihres Kindes auf der Schulhomepage einverstanden, da auch Menschen mit unlauteren Absichten das Internet als Massenmedium nutzen und manche Ängste von besorgten Eltern durchaus berechtigt sind.

Eine Innsbrucker Pflichtschullehrerin, die im Herbst 2002 ein Foto, auf dem zehn ihrer Schülerinnen und Schüler zu sehen waren, auf der Website ihrer Schule publiziert hatte, wurde kürzlich von dem Vater eines Kindes, einem Rechtsanwalt, belehrt, dass er es nicht akzeptiere, dass ein Foto seines Sohnes auf der Schulhomepage veröffentlicht werde. Den Einwand der Lehrerin, dass es sich um keine Einzelaufnahme, sondern um ein Gruppenfoto handle, ließ er nicht gelten. Um einer weiteren Auseinandersetzung zu entgehen, entfernte die Lehrerin das Bild wieder vom Server. Was also aus der Absicht entstanden war, die Eltern zu erfreuen und sie per Internet auf interessante schulische Aktivitäten ihres Kind aufmerksam zu machen, hat letzten Endes bei den Beteiligten nur Unsicherheit und Frust erzeugt.

Wie gehen wir nun am besten vor, wenn wir Schulisches im Netz darstellen wollen? Empfehlenswert ist es allemal, die betroffenen Eltern vor geplanten Veröffentlichungen zu informieren und ihre Zustimmung schriftlich (!) einzuholen (vgl. Text unten). Grundsätzlich sollten wir jedoch nie sensible Daten wie z.B. Namen und Fotos dazu, Adressen, Mailadressen, private Telefonnummern, Hobbys etc. auf einer Website publizieren.

Und nicht nur für eine Veröffentlichung von Schülerfotos brauchen wir das Einverständnis der Erziehungsberechtigten, sondern auch für das Publizieren von Arbeiten unserer Schüler, egal ob es sich dabei um Texte, Bilder oder andere Dinge handelt.

Damit das Ganze ein wenig einfacher für Sie ist, haben wir – beraten von einem Medienrechtsexperten der Universität Innsbruck – die Vorlage für eine „schulische Zustimmungserklärung“ angefertigt, die Sie weiter unten finden. Falls Sie gemeinsam mit Ihren Schülern ein Internetprojekt planen, legen Sie den Eltern diesen Text vor und holen Sie sich damit rechtzeitig die schriftliche Einverständniserklärung!

Es empfiehlt sich zudem, diese Zustimmungserklärung in Absprache mit den anderen in der Klasse unterrichtenden Lehrpersonen den Eltern zu Anfang des Schuljahres vorzulegen. Damit vermitteln wir den Eltern einerseits, dass wir uns dem Medium Internet sensibel nähern und dass uns die Problematik des Veröffentlichens von Daten im Netz bewusst ist. Andererseits müssen wir so nur einmal im Jahr die Thematik ansprechen und können das Ergebnis dann ablegen.

Es ist klar, dass damit eventuell geplante Veröffentlichungen u.U. auch erschwert werden, denn wenn wir in einer Klasse mehrere Eltern haben, die uns ihre Zustimmung nicht geben wollen, muss dies natürlich entsprechend dokumentiert und beachtet werden – was umso schwieriger ist, je mehr Schüler wir haben. Nichtsdestotrotz erhalten wir dadurch aber ein gewisses Maß an Sicherheit, die wir brauchen, um ein Internetprojekt mit Schülerinnen und Schülern gelassen abwickeln zu können – ohne irgendwelche nachträglichen Schwierigkeiten befürchten zu müssen.

Schulische Zustimmungserklärung

Ich nehme davon Kenntnis, dass im Unterricht der Schule ABC und im Rahmen von schulischen Arbeitsgemeinschaften und Projekten Bild-, Ton- und Filmaufnahmen von und mit Schülern gemacht werden.
Ich bin damit einverstanden, dass die Ergebnisse dieser Aktivitäten (Foto-, Film-, Video- und Tonaufzeichnungen), auf denen meine Tochter / mein Sohn klar zu erkennen ist, im Rahmen schulischer Veranstaltungen und für schulische Zwecke, insbesondere in Publikationen wie Schülerzeitung, Jahresbericht, Schulchronik, Internet-Homepage der Schule, Projekthomepage, Tage der Offenen Tür, Videofilmen und Multimedia-Produktionen der Schule veröffentlicht werden. Jede weitergehende Veröffentlichung, insbesondere die Nutzung für kommerzielle Zwecke oder überregionale Funk- und Fernsehausstrahlung, bedarf meiner gesonderten Zustimmung.

Es versteht sich von selbst, dass sich die Schule bemüht, mögliche negative Auswirkungen für (z.B. Belästigung durch Werbung) für meine Tochter / meinen Sohn und meine Familie hintanzuhalten.
Daher verpflichtet sich die Schule, private Adressen, Telefon- und Fax-Nummern nicht zu veröffentlichen, um die Privatsphäre ihrer Schüler/innen bestmöglich zu wahren.

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Dieser Text wurde erstellt in Zusammenarbeit mit Dr. Bernhard Rudisch (Univ. Innsbruck) und basiert auf einer Vorlage von Johannes Philipp, Quelle: (Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband), gefunden